Logopädie ist viel mehr als nur Sprechen

am 14.05.2020, 15:00

Definition

Die Logopädie umfasst die Gebiete der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Sprach-, Sprech-, Stimm-, Hör-, Schluckstörungen und Gesichtslähmungen.

Referenten

Heike Felgenhauer

staatlich anerkannte Logopädin, und ihr Team von der Praxisgemeinschaft Logopädie und Ergotherapie, im Klinikum Solingen

Logopädie bei Morbus Parkinson

Die Parkinson-Erkrankung beeinträchtigt auch die Funktion von Muskeln, die für das Sprechen, Schlucken und Atmen verantwortlich sind. Bei etwa der Hälfte der Parkinson-Patienten treten daher im Verlauf der Erkrankung Stimm- und Sprechstörungen (Dysarthrophonie) auf. Häufige Probleme sind zum Beispiel leises, monotones Sprechen oder ein verändertes Sprechtempo. Zusätzlich können das Zittern der Stimme oder auch Sprechblockaden, bei denen die Sprache sozusagen „einfriert“, die Verständigung mit anderen Menschen erschweren. Leider führt dies oft dazu, dass sich Parkinson-Patienten deswegen immer mehr zurückziehen, Gesprächen aus dem Weg gehen und den (verbalen) Kontakt mit ihrer Umgebung auf das Notwendigste beschränken.